In diesem Test habe ich mir die dritte HiKam angeschaut, die S5. Sie ist das günstigste der drei Modelle. Die anderen beiden Berichte findet ihr hier:
- Hi-Kam A7 im Test - wasserdichte Überwachungskamera/Außenkamera
- Hi-Kam Q7 Überwachungskamera - Einfache Bedienung (Innenkamera mit Motor)
Lieferumfang
HiKam S5 Lieferumfang
Der Lieferumfang umfasst:
- Drei Dübel und drei Schrauben für die Montage
- Kurzanleitungen auf Deutsch, Französisch, Italienisch, Englisch
- USB-Steckdosenadapter
- USB-Kabel für den Anschluss an den Strom (Länge ca. 1,50 Meter)
Mein Testvideo für euch:
Die HiKam Kamera S5

Die HiKam S5 Objektiv
Werfen wir nun einen Blick auf die Elemente der Kamera. Vorne unter dem Objektiv befindet sich eine Status-LED. Diese leuchtet blau, wenn die Verbindung hergestellt ist und blinkt bei Kommunikation. In der Mitte befindet sich das Objektiv. Über dem Objektiv befindet sich der Lichtsensor, welcher dafür zuständig ist, die Infrarot-LEDs bei wenig Licht zu aktivieren und bei genug Licht wieder zu deaktivieren. Um die Linse herum befinden sich 10 Infrarot-LEDs, welche nur bei Dunkelheit sichtbar sind. Die Farben stimmen im Bild nicht ganz überein, denn eigentlich erscheinen die Lampen rot. Alle Bilder findet ihr oben in der Galerie in FullHD.

Speicherkartenslot
Zu guter Letzt hat die Kamera auf der Seite noch einen Speicherkartenslot, welcher SD-Karten mit bis zu 32 GB aufnehmen kann. Die Kamera hat ein integriertes Mikrofon und einen Lautsprecher und kann zum Gegensprechen benutzt werden. Natürlich ist die Mikrofonqualität nicht überragend (dem Preis angemessen), aber Gespräche im Nahbereich der Kamera kann man verstehen.
Die Verarbeitung der S5 wirkt solide und ist für den Preis angemessen. Die Montageplatte macht einen sehr stabilen Eindruck und die Kamera selbst ist aus Kunststoff. Das Gelenk, welches ich gleich noch zeigen werde, ist sicher eine Schwachstelle, wenn man zu viel Gewalt anwendet. Soll die Kamera im Winkel verstellen werden, dann macht das also mit Gefühl, so wie ich im Video oben.
Maße: Die Kamera ist ca. 11 cm hoch und 6,5 cm breit. Der Durchmesser des Fußes beträgt 6,8 mm.
Montage


Um die Montageplatte zu lösen, muss diese gegen den Uhrzeigersinn gedreht werden und kann dann erst herausgenommen werden. Beim Unboxing habe ich das selbst erst falsch gemacht. Die Platte selbst hat drei Bohrlöcher und kann mit den mitgelieferten Schrauben und Dübeln nun an einer Wand oder anderen Flächen befestigt werden. Um die Kamera wieder auf der Platte zu befestigen, wird die Platte einfach im Uhrzeigersinn gedreht. Eine einfache und simple Montagemöglichkeit. Im Testvideo oben zeige ich diesen Vorgang im Detail.
Die Kamera hat außerdem ein Gelenk, an dem sie nach vorne und nach hinten bewegt werden kann. Damit ist eine optimale Ausrichtung, zumindest auf der horizontalen Achse, möglich.
Die App und mobiler Zugriff
Dies ist bereits die dritte HiKam, die ich getestet habe und da der Installationsprozess bei allen Kameras gleich ist, werde ich hier nicht so detailliert darauf eingehen wie in den Videos zu Q7 und der A7. Ich verlinke euch jedoch die Videos zur Software.
Der Installationsprozess ist schnell abgeschlossen.
- App installieren
- App starten
- Kamera hinzufügen (Plus-Knopf)
- Airlink wählen
- WLAN Passwort eingeben, Kamera wird gesucht und gefunden.
- Dann wird das Standardpasswort 123 eingegeben und die Kamera benannt.
- Das wars dann auch schon und der Zugriff auf den Videostream ist nun möglich. Einfach den Playbutton auf dem Bild antippen und los gehts.
Noch eine Info für die Fortgeschrittenen unter euch. Der Zugriff per RTSP ist auch bei dieser Kamera möglich, allerdings solltet ihr ein Passwort auf den Stream setzen. Wie das genau geht, findet ihr in der Dokumentation: https://support.hikam.de/de/support/solutions/articles/16000050567-rtsp-passwort-aktivieren.
Das Passwort solltet ihr sicherheitshalber auch setzen, wenn ich RTSP nicht nutzt. Wird der Port nämlich im Router freigeschaltet und ihr habt kein Passwort auf dem Stream, dann ist eben der Zugriff ohne Passwort möglich und das möchte man nicht haben.
Wie auch die anderen drei Modelle unterstützt die S5 ONVIF 2.0. Ein besonderes Merkmal der drei HiKams, die ich bis jetzt getestet habe, ist der, dass der Installationsprozess immer gleich abläuft. Auch die App und die PC-Software ist die gleiche und somit können alle drei Kameras damit gesteuert werden. Die Bewegungserkennung bei der S5 funktioniert per Software (Bildvergleich). Einen passiven Infrarot-Sensor kann man bei so einem niedrigen Preis auch nicht wirklich erwarten. Wer einen PIR möchte, der sollte sich die HiKamQ7 anschauen. Wenn ihr die S5 auf ein Fenster richtet, wo sich Pflanzen im Wind bewegen, dann gibt es natürlich ungewollte Alarme. Wenn ihr Aufnahmen nach draußen machen wollt, dann schaut euch am besten die Außenkamera A7 an.
Der Support und die Online-Dokumentation von HiKam sind sehr gut und dort gibt es für verschiedene Probleme ausführliche Anleitungen.
Alarm in der App
Die Kamera kann bei Bewegungserkennung (Bildvergleich) einen Alarmton ausgeben und außerdem die App auf dem Handy automatisch öffnen. Dadurch ist man dann direkt über den Alarm informiert. Die Sirene ist jedenfalls laut genug um Aufmerksamkeit zu erregen.
Technische Daten
![]() |
---|
Die HiKam S5 im Test - Preiswerte Überwachungskamera mit WLAN |
Preis 20 - 50 EUR |
HerstellerHiKam |
Modellname S5 |
Alarmfunktionen Bild per Email, Alarmton, Videoaufnahme, Video auf SD, Video auf Lokalen PC, Bild auf SD, Bild auf lokalen PC, Push/Smartphone/App |
Auflösungen 1280 x 720 (720p) |
Bewegungserkennung Ja |
Brennweite 3.6 mm |
Cloud Nein |
DDNS Ja |
Einsatzort Innen |
IR Cut Filter Nein |
LAN Anschluss Nein |
Lautsprecher Ja |
Mikrofon Ja |
Mobil Zugriff Ja |
Modellname S5 |
Nachtsicht(LED)10 LEDs |
SD Karten Ja |
Sichtwinkel 75 ° |
Verschlüsselung WEP, WPA, WPA2 |
Wetterfest Nein |
WLAN Modus 802.11 b, 802.11 g, 802.11 n |
ZoomNein |
Brennweite 3.6 mm mit F2.7
Video Codec: H.264
Betriebstemperatur: -10° bis 50°
Testaufnahmen
Ich habe auch einige Testaufnahmen bei Tag und Nacht angefertigt. Diese seht ihr in folgendem Video.
Fazit
Die S5 kostet momentan ca. 45 Euro und ist damit sehr preiswert. Sie ist für den Inneneinsatz konzipiert und ist deswegen auch nicht wasserfest. Die Installation ist einfach und die App ist sehr benutzerfreundlich. Wer eine günstige Überwachungskamera für Innenräume sucht, der kann sich die S5 auf jeden Fall anschauen.
Günstigster Preis
Über den Autor

Marco Kleine-Albers testet seit Jahren Überwachungskameras und schreibt die Ratgeber auf dieser Seite.
So kannst du mich unterstützen und mehr über mich erfahren
Kommentare